"Spaltende Sparpolitik in Europa stoppen!"

Köln/Frankfurt, 19.3.2015. Die katastrophale Finanzpolitik der Europäischen Zentralbank ist mitverantwortlich für die hohe Arbeitslosigkeit in den südlichen Ländern der Europäischen Gemeinschaft. "Weder die radikale Austeritätspolitik, noch die unfassbaren Anleihenkäufe der Europäischen Zentralbank schaffen Arbeitsplätze. Im Gegenteil, die verordnete Sparpolitik hat zu Massenentlassungen in Italien, Portugal, Spanien und Griechenland geführt", betont Regina Stieler-Hinz, Bundesvorsitzende der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands (KAB). 

KAB-Protest zur EZB-Eröffnung in Frankfurt am 18.3.2015

Aus Anlass der Neueröffnung der Europäischen Zentralbank in Frankfurt warnt die KAB-Bundesvorsitzende die EZB und die EU-Kommission sowie die Bundesregierung, weiterhin auf einen radikalen Sparkurs in Europa zu setzen. "Stoppt endlich die spaltende Sparpolitik in Europa", fordert Stieler-Hinz. Der katholische Sozialverband kritisiert die europäische Krisenpolitik, die auf "Kosten von Jugendlichen und Arbeitnehmern durchgepeitscht wird". Als Mitglied der Troika sei die Europäische Zentralbank für die sozialen Verwerfungen in Griechenland und Spanien mitverantwortlich.

Niedrigzins birgt Gefahr einer Immobilienblase

Stieler-Hinz rief die Bundesregierung auf, statt weiterhin dem Diktat des Sparens zu folgen, für nachhaltige Investitionen in den Ländern zu sorgen. Die Anleihekäufe in Billionenhöhe sorgen nicht nur weiterhin für einen niedrigen Zins, sondern gefährden die Alterssicherung vieler Menschen in Europa. "Betriebe sind aufgrund des Niedrigzins gezwungen, Geld in die Rückstellung der Altersversorgung zu stecken, statt in neue Investitionen und wirtschaftliche Aktivitäten, die neue Arbeitsplätze schaffen".

Friedliche! und gehaltvolle Demonstration am Römerberg

Die KAB sieht die drohende Gefahr, dass die Niedrigzinspolitik der EZB zu weiteren Börsenspekulationen und Immobilienkäufen und am Ende zu einer Immobilienblase führt. "Verlierer dieser Politik werden einmal mehr die Arbeitnehmer und die kleinen Leute sein", so Stieler-Hinz.