KAB bietet 15 Stunden Sprachkurse in der Woche an

Deutschunterricht für Flüchtlinge in der Fuldaer Erstaufnahmeeinrichtung

Fulda - 16.11.2015   Die KAB bietet für Flüchtlinge der Außenstelle „Max-Bahr Fulda“ der Hessischen Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Gießen Sprachkurse für Asylbewerber an. Flüchtlinge im Erstaufnahmeverfahren haben noch keinen Anspruch auf öffentlich finanzierte Sprachkurse, dementsprechend wird ist das Angebot in diesem Bereich relativ gering. Schon zwei Wochen nach dem Start im September wurde aus dem Begegnungscafe „OASE“ damit die Möglichkeit geboten, Sprachkompetenzen in Deutsch zu erwerben. Zunächst im KAB Sekretariat – nun, nach dem Umzug der Flüchtlinge aus dem Zeltcamp in das „Max Bahr Gebäude“ – im Pfarrheim St. Maria laufen während drei Vormittagen (je 2 Stunden) und drei Nachmittagen (je 3 Stunden) jeweils zwei Kurse parallel. Die Teilnehmerzahl hat sich in den letzten Wochen von anfangs 14 Teilnehmern auf 50 Teilnehmer im Schnitt (aufgeteilt in zwei Gruppen) gesteigert. Dabei sind in der Regel 10 Kinder, bei den Erwachsenen sind ca. 25 % Frauen. Die größten Teilnehmergruppen kommen aus Syrien, Eritrea und Afghanistan. Aufgrund von Verlegungen in verschiedene Landkreise sind die „Schüler“ meist nur für einige Wochen in dem Aufnahmelager, d. h. immer wieder kommen neue Lernwillige hinzu. Diesen gegenüber stehen neben Georg Dreifürst, der die Maßnahmen hauptamtlich begleitet, fünf Ehrenamtliche für den „Frontalunterricht“ sowie drei weitere Ehrenamtliche, die selbst Migrationshintergrund haben und als Übersetzerinnen tätig sind. Außerdem leisten sie noch „Einzelunterricht“ vor allem für Flüchtlinge, die der lateinischen Schrift nicht mächtig sind. Zeitweise werden auch die Kinder gesondert betreut. Zwischenzeitlich fand mit einer 22-kopf-starken Gruppe von Eriträern und Äthiopiern auch ein geselliger Nachmittag mit eriträischem Essen und Tänzen statt. Für alle Teilnehmer/innen sicher ein unvergessliches Erlebnis.

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