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Für ein christliches Miteinander

Katholische Arbeitnehmer-Bewegung in der Diözese Fulda traf sich zum 32. Diözesantag

Fulda, Johannesberg. Rund 50 Delegierte aus den KAB-Basisgruppen der Diözese Fulda, zahlreiche Einzelmitglieder, sowie der Diözesanvorstand haben sich zum 32. Diözesantag der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) getroffen. Im Mittelpunkt der Tagung am vergangenen Samstag in Fulda-Johannesberg standen die verbandliche Arbeit, Vorstandswahlen, sowie die Frage, wie christliche Werte das gesellschaftliche Zusammenleben und die Arbeitswelt prägen können.

Den inhaltlichen Schwerpunkt setzte Dr. Timo Freudenberger, Diözesansekretär der KAB Hildesheim und Vorstandsmitglied im KAB Bundesverband. Unter dem Titel „Für ein christliches Miteinander…nicht nur in der Arbeitswelt“ blickte er zunächst auf die Geschichte der KAB in Deutschland zurück und zeigte ihre Rolle als gesellschaftliche und kirchliche Bewegung auf. Die Ursprünge der KAB liegen in den sozialen Umbrüchen des 18. und 19. Jahrhunderts, als die Industrialisierung die Lebens- und Arbeitsbedingungen vieler Menschen grundlegend veränderte. Schon damals engagierte sich die Kirche für die Verbesserung der Lebensverhältnisse der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Dr. Freudenberger erinnerte zudem an den Einsatz der KAB während der Zeit des Nationalsozialismus. Es sei den Menschen darum gegangen, aus ihrem Glauben heraus, Widerstand gegen die menschenverachtende Ideologie zu leisten. „Führende Köpfe der Bewegung bezahlten ihren Widerstand mit dem Leben, so zum Beispiel Nikolaus Groß, Bernhard Letterhaus und Prälat Otto Müller“, erläuterte der Referent. Heute verstehe sich die KAB insbesondere als starke Stimme für menschenwürdige Arbeit, soziale Gerechtigkeit und faire Arbeitsbedingungen. „Die Wirkung der KAB ist selten spektakulär, sie liegt in der Detailarbeit – in Bildungsangeboten, Positionspapieren, Arbeits- und Sozialrechtsberatung und in Kampagnen, die auch Jahre später gesetzgeberische Wirkung entfalten“, so Freudenberger.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Diözesantages bekräftigten ihr gemeinsames Ziel, sich auch künftig für gerechte Löhne, gute Arbeitsbedingungen und den Schutz der Arbeitnehmerrechte einzusetzen. Dabei gehe es nicht nur um die Arbeitswelt, sondern auch um ein solidarisches, gesellschaftliches Miteinander auf Grundlage christlicher Werte.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung nahmen die Delegierten den Tätigkeitsbericht des Vorstands entgegen, entlasteten das Leitungsgremium und wählten einen neuen Vorstand. Zu Vorsitzenden wurden Klaus Schmitt, Neuses, und Egon Schütz, Geisa, wiedergewählt. Dem Vorstand gehört außerdem Pfarrer Christoph Rödig, Neuses, als Präses an. Als weitere Vorstandsmitglieder wurden Winfried Baier, Melzdorf, Thomas Füller, Großenlüder, Iris Märtens, Eichenzell, Maria Handwerk, Dipperz, und Matthias Wolf, Flieden, gewählt. Für sein persönliches Engagement dankten die Vorstandsmitglieder und Delegierten dem ausgeschiedenen Vorstandsmitglied, Diakon Bernhard Schindler, der die Arbeit der KAB in der letzten Amtsperiode maßgeblich mitprägte.

In Grußworten sprachen sich Jutta Hamberger (Vorsitzende kfd-Diözesanverband Fulda) und Brigitte Kram (Diözesanvorsitzende Kolpingverband Fulda) für eine intensive Zusammenarbeit der katholischen Verbände im Bistum Fulda aus. Es gehe darum zu fragen, was den Menschen diene und was Gottes Liebe erfahrbar mache, so Brigitte Kram. Die Herausforderungen des Arbeitsmarktes, der Klimakrise und der Politik forderten zu Antworten auf, die auch aus dem Glauben gegeben werden. „Demokratie braucht Menschen, die sich immer wieder einmischen und Demokratiefeinden widersprechen“, so Jutta Hamberger.

Mit dem 32. Diözesantag hat der KAB Diözesanverband Fulda Weichen für die kommenden Jahre gestellt. Er will seine Arbeit forcieren und sich weiterhin für eine gerechte und solidarische Gesellschaft einsetzen.

Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) ist ein sozialer und kirchlicher Verband. Er engagiert sich für menschenwürdige Arbeit, soziale Gerechtigkeit und eine Gesellschaft, die sich an christlichen Werten orientiert. In der Diözese Fulda ist die KAB in zahlreichen örtlichen Basisgruppen aktiv.


Friedenswallfahrt der KAB: mehr als 60 Jahre Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden

Bischof Dr. Michael Gerber mahnt zu Verantwortung in herausfordernden Zeiten

Fulda, Kothen, MZ Die katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) der Diözese Fulda hat am vergangenen Sonntag gemeinsam mit Bischof Dr. Michael Gerber zur traditionellen Friedenswallfahrt nach Maria Ehrenberg eingeladen. Zum 60. Mal setzten die Teilnehmenden damit ein sichtbares Zeichen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung.

Zu Beginn begrüßten die  KAB-Vorsitzenden Klaus Schmitt und Egon Schütz die Pilgerinnen und Pilger und erinnerten an die Ursprünge der Wallfahrt. Das Gebet für den Frieden sei „heute so notwendig wie schon lange nicht mehr“. Sie betonten, dass die Wallfahrt einen spirituellen Impuls setze – in einer Zeit, in der Frieden persönlich, gesellschaftlich und global unter Druck gerate.

In der Wallfahrtskirche Maria Ehrenberg zelebrierte Bischof Dr. Gerber den Gottesdienst. In seiner Predigt hob er hervor, dass Christinnen und Christen eine besondere Verantwortung tragen. Angesichts wachsender Sorgen und enger werdender politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen neigten Menschen dazu, sich nach ‚innen‘ zurückzuziehen. „Für uns Christinnen und Christen geht es darum, eine andere Perspektive einzunehmen und alle Menschen in den Blick zu nehmen“, so der Bischof. Gerechtigkeit und Frieden müssten immer sowohl für uns selbst als auch für andere gedacht werden. Zudem erinnerte er an Papst Leo XIV., der früh als Mahner für den Frieden aufgetreten sei.

Die KAB versteht sich als sozialpolitischer Verband innerhalb der katholischen Kirche. Sie engagiert sich für gerechte und auskömmliche Arbeit, Nachhaltigkeit und Partnerschaft in der einen Welt. Seit vielen Jahren setzt sie besondere Schwerpunkte im Bereich der Friedensarbeit.


KAB-Jahresauftaktveranstaltung Impuls 2026 widmet sich Chancen und Risiken Künstlicher Intelligenz

Fachvortrag im Bonifatiushaus Fulda beleuchtet gesellschaftliche Verantwortung im Umgang mit KI


Köln, 8. September 2026: Der Bundesvorstand der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) betont in seiner Reaktion auf das Wahlergebnis in…

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