Bündnis gegen Altersarmut - Osthessen

Zu dem "Bündnis gegen Altersarmut-Osthessen" haben sich 2012 folgende Organisationen zusammengeschlossen:

  • attac Ortsgruppe Fulda
  • AWO Kreisverband Fulda
  • DGB Süd-Osthessen
  • KAB Diözesanverband Fulda
  • kfd-Diözesanverband Fulda
  • VdK Hessen-Thüringen
  • ver.di Bezirk Osthessen
  • der PARITÄTISCHE Hessen (ab Juni 2013)

Die Gründungsorganisationen haben folgende gemeisame Erklärung abgegeben:

Gemeinsam gegen Altersarmut

Das Risiko der Altersarmut wächst, immer mehr Menschen sind im Alter auf staatliche Unterstützung angewiesen. Selbst lebenslanges Arbeiten schützt nicht mehr vor Altersarmut. Die Zunahme von unterbrochenen Erwerbsbiografien, die Zunahme prekärer Arbeitsverhältnisse mit einer Entlohnung, die regelmäßig Transferleistungen aus öffentlichen Kassen notwendig machen und die unzureichende Berücksichtigung der Erziehungsleistungen von Eltern sind Ursachen für die steigende Altersarmut. Selbst lebenslanges Arbeiten schützt nicht mehr vor Altersarmut.

Altersarmut wird nicht nur ein Problem der unteren Einkommensbezieher, sondern in Zukunft auch für die Mitte der Gesellschaft. Bei immer mehr Menschen tun sich gewaltige Defizite in der Alterssicherung auf - es droht im Alter der soziale Abstieg.

Die Rente von Morgen wird drastisch abgewertet. Nach der aktuellen Rechtslage wird das Rentenniveau von heute 51 % auf 43 % des Nettoeinkommens aus Arbeit im Jahr 2030 sinken!

Wir treten ein für  den Erhalt der gesetzlichen Rente als Lebensstandard sicherndes  soziales Alterssicherungssystem und als Grundlage der Altersversorgung. Wir wollen, dass die Politik Bedingungen schafft, die dem Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes entspricht, die Menschen vor Altersarmut schützt und das Prinzip der Solidarität auch in der Altersvorsorge erhält.

Die Obergrenze der Nachhaltigkeitsrücklage muss ebenso abgeschafft werden  wie die Anhebung der Altersgrenze auf das 67. Lebensjahr.  

Unsere Ziele

  • Wir wollen das Problem der Altersarmut in der Öffentlichkeit deutlich machen und das Bewusstsein für eine drohende Altersarmut breiter Gruppen erhöhen.
  • Für den Erhalt und Ausbau der solidarischen, gesetzlichen Rentenversicherung unter geänderten gesellschaftlichen und ökonomischen Bedingungen einzutreten.

Wir fordern

  • die Rücknahme der Anhebung der Altersgrenze (Rente mit 67) und der Maßnahmen zur Rentenkürzung
  • flexible Ausstiegsmöglichkeiten bis 65 und verbesserte Erwerbsminderungsrenten
  • die geförderte Altersteilzeit muss wieder eingeführt werden
  • gute Arbeit, gesetzlichen  Mindestlohn und Einkommenssteigerungen, damit der wachsende Reichtum auch bei den Arbeitnehmern ankommt und zur Finanzierung der Renten zur Verfügung steht
  • die Anhebung der Grundsicherung auf 850,- Euro im Monat.  


Die Bündnispartner

Gemeinsame Broschüre