Bad Hersfeld - 21.09.09 - Als Auftrag Gottes bezeichnete KAB Diözesanpräses Pfarrer Christian Sack das soziale Engagement der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) im Festgottesdienst zum 50-jährigen Bestehen der KAB St. Bonifatius in Bad Hersfeld. Diesem Aufruf war der frühere Vorsitzende Günter Sabrowski schon vor Jahrzehnten gefolgt. Dafür erhielt er im Rahmen des Jubiläums die „Silberne Verdienstnadel“ der KAB Diözesanverband Fulda.
Während Jesu gerade in seinem Verhältnis zu Kindern deutlich gemacht habe, wie mit Schwächeren und Hilfsbedürftigen umzugehen sei, beobachte man in der heutigen Zeit eine zunehmend egoistischere Haltung. Immer weniger Menschen liesen sich von Not ansprechen und seien auf den eigenen Vorteil bedacht. Gerade in Kreisen verantwortlicher Politiker und Wirtschaftler sei das während der jüngsten Finanz- und Wirtschaftskrise immer deutlicher geworden.
„Die Menschlichkeit einer Gesellschaft lässt sich daran messen, wie sie mit den Schwachen umgeht“ schlägt der sozial-engagierte Geistliche den Bogen zur KAB. „Wir alle, insbesondere aber als Mitglieder dieses Verbandes, sind aufgerufen, die Augen offen zu halten und sich für eine gerechte Gesellschaft einzusetzen“ so Sack weiter.
Engagieren könne sich jeder. „Es fängt schon beim Gebet an, nicht nur für geistliche Berufe und Berufungen, sondern um gute Politiker, Manager und Journalisten sollten wir als Christen Gott im Gebet bitten“ predigte der Diözesanpräses. Die, die etwas mehr tun wollen, seien aufgerufen sich in Verbänden wie der KAB zu engagieren. „In einem Verband gleichgesinnter ist der Einsatz für mehr Solidarität in unserer Gesellschaft nicht nur einfacher“ stellt Sack diese Möglichkeit dem Einzelkämpfereinsatz gegenüber, das gemeinsam Engagement bereite oft auch noch Spaß.
Sein Werben um ein starkes soziales Engagement unterstützte er nochmals mit den Worten von Papst Johannes Paul II. bei seinem Besuch 1980 am Bonifatiusgrab in Fulda „Ihr sollt keine stummen Hunde sein“.






